Ich bin kein Gegner der erneuerbaren Energien sondern ein Gegner der steuerlichen Subvention derselben genauso wie ich ein Gegner bin der steuerlichen Subvention der nichterneuerbaren Energien. Wir sollten einen Weg finden, unseren Staat nicht mehr auszuplündern und ihn nicht mehr per Lobby zwingen wollen einem katastrophalen Produkt durch Steuersubventionen den Hauch einer Brauchbarkeit zu verleihen. Statt dessen sollten wir ihm die Gelegenheit geben, die Schulden abzubauen. Und wir sollten als Verbraucher weniger auf die Steuerersparnis sehen, die mit einer Investition verbunden ist als auf den Nutzen.
Daher: Erneuerbaren Energien – Ja aber bitte mit mehr Hirn! Und bitte auch nicht mit getürkten Statistiken
Doch zurück zum Thema:
Nach der Wikipedia von heute lautet es:
Der Begriff Schattenkraftwerk ist keine offizielle Bezeichnung aus der Energietechnik; er wird überwiegend von Kritikern der Wind- und Sonnenenergie (in diesem Zusammenhang ist nur die Stromerzeugung aus Sonnenenergie gemeint, also hauptsächlich die Photovoltaik) benutzt und beschreibt im Prinzip die zum Ausgleich von Schwankungen der eingespeisten Leistung notwendige Regelenergie (genauer: die vorgehaltene Kraftwerksleistung um die Differenz von Produktionsminimum dieser Kraftwerkstypen bei gleichzeitigem Verbrauchsmaximum ausgleichen zu können).
Ich muss zugeben, dass ich den Begriff Schattenkraftwerke erstmalig auf einer Webseite Bürger für Technik gelesen habe. Ich hatte diesen Begriff nicht als Kampfbegriff verstanden weil ich ihn anders verstanden habe als in der Wikipedia genannt.
Gehen wir von den Überlegungen der Wikipedia aus, dann würde ich etwas wählen wie (direkt verfügbare) Netzreservekapazitäten oder kurz (direkte) Netzreserven. Dieser Begriff beschreibt m. E. viel besser und vor allem neutraler, was gemeint ist. Gemeint ist die Fähigkeit des Netzes auf schnelle Laständerungen zu reagieren.
Wir können dieses Phämomen bereits im Kleinen beobachten wenn wir im Garten einen Generator betreiben und einfach ein paar Lampen anschließen. Der Motor läuft und erzeugt Strom für Glühlampen mit einer Gesamtleistung von zum Beispiel 200 Watt. Wenn wir nun eine weitere Lampe einschalten mit einer Leistung von 100 Watt, dann hat der Motor eine Leistung von 300 Watt zu erbringen. Hätte der Generator eine Leistung von 1.000 Watt, dann hätten wir einen elektrischen Stromverbrauch von 300 Watt und eine Schattenkapazität oder eben besser Generatorreserve bzw. eine Netzreserve von 700 Watt.
Noch einmal Wikipedia:
Zu einem großen Teil steht der Begriff Schattenkraftwerk für die sogenannte „heiße Reserve“, das sind konventionelle Kraftwerke im permanenten Betrieb, welche mit geringerer Leistung arbeiten als sie nach konstruktiver Auslegung könnten (Teillast). Im Bedarfsfall können diese Kraftwerke dann bis auf Volllast hochgefahren werden.
Das ist richtig und nach dem Beispiel mit dem Generator im Garten wissen wir, dass dies keineswegs etwas außergewöhnliches ist. Ein Netz kann sinnvoll nicht ohne diese Reserven betrieben werden. Das ist unmöglich.
In unserem Gartenbeispiel schalten wir nun Lampen zu bis zu einem Verbrauch von 800 Watt. Es wird Abend, mehr Gäste kommen und irgendwann wollen wir noch einen Elektroherd betreiben. Also müssen wir vorher die Schattenkapazitäten erhöhen – sorry ich meinte natürlich die Netzreserven.
Wir schalten also einen zweiten Generator ein mit einer Kapazität von ebenfalls 1.000 Watt, dann synchronisieren wir beide Generatoren und stehen nun vor der Frage, welche Leistung von welchem Generator erbracht wird.
Elektrisch laufen beide Motoren synchron und daran würde sich bei einer Gesamtlast von 800 Watt auch nichts ändern, wenn man bei dem einen Generator den Benzinhahn zudreht. Aus dessen elektrischen Generatorteil – dem eigentlichen Generator – würde ein Motor und wenn 200 Watt genügen würden diesen zu betreiben, dann würde das Verbrauchernetz (die Lampen) nichts davon merken. Dann drehen Sie den Benzinhahn wieder auf, der Motor wird ja mitangetrieben und springt demzufolge direkt wieder an. Dann können Sie am anderen Motor den Benzinhahn zudrehen.
Fazit: Zwei Generatoren speisen ein in ein Netz und es obliegt einer einfachen Regelschaltung, ob der eine die volle Netzlast übernimmt oder der andere oder ggf. in welchem Verhältnis diese Lasten aufgeteilt sind.
Das können Sie übertragen auf das Stromnetz und der eine Generator ist ein Atomkraftwerk und der andere ein Windmühlenpark. Wer letztlich der “einspeisende” ist, also wessen Leistung abgenommen wird, dass entscheidet ein kleines Rädchen an einem Regler, mehr nicht. Natürlich wird hier nicht immer der Komplettkraftstoff abgedreht. Ein etwas differenziertes Gaspedal tut es auch.
Gehen wir zurück zu unserem Gartenstromsystem. Wir wollen eine Herdplatte einschalten mit einer Leistung von 800 Watt. Nehmen wir an, wir hätten nur einen Generator mit einer Gesamtkapazität von 1.000 Watt und wir hätten bereits eine Lichterkette mit 800 Watt in Betrieb. Wenn man in dieser Situation die Herdplatte zuschaltet, dann liefert der Generator (der betreibende Motor) tatsächlich nur 1.000 Watt, dann hat er Vollgas erreicht und kann nicht mehr Leistung zulegen. Dann muss man ein wenig rechnen und ohne dies nun vorzurechnen sage ich Ihnen, dass die Spannung auf ca. 190 Volt zusammenbrechen würde und die Lampen daher etwas dunkler leuchten würden – sie würden nur 500 Watt zur Verfügung haben und in Licht umsetzen können – und das Kochen würde natürlich auch etwas länger dauern.
Ob dabei etwas zerstört wird, das hängt von der qualitativen Ausführung der Generatoren ab. Bei Heimversionen ist das möglich, bei professionellen Generatoren sollte das eher unwahrscheinlich sein. Wahrscheinlicher ist eher, dass im realen Netzwerk dann auf der Verbraucherseite Probleme aber keine Defekte auftreten. Eine Aufzugsteuerung würde bei einer Versorgung mit 190 Volt möglicherweise den Dienst einstellen. Und wenn der Arzt gerade mit dem Messer im Patienten ist, dann ist eine flackrige Beleuchtung auch nicht unbedingt hilfreich. Wie das auch immer ist. Stromausfälle und dessen folgen sollten wir kennen und kurzzeitige Netzzusammenbrüche auch.
Aber: Dieser Zusammenbruch geschieht nicht, wenn man vorher den zweiten Generator zugeschaltet hat. Selbst wenn der ein Generator ohne Einspeiselast mitläuft, dann würde er sofort die freiwerdenden 600 Watt übernehmen können.
Noch einmal Wikipedia:
Im Bedarfsfall können diese Kraftwerke dann bis auf Volllast hochgefahren werden.
Das ist falsch. Diese Kraftwerke fahren automatisch hoch wie der Generator im Garten auch. Hier wirkt ein einfaches aber sehr effizientes Regelwerk.
Und wieder Wikipedia:
Der Teillastbetrieb bedingt zwar einen geringeren Wirkungsgrad und somit höhere Kosten und eine schlechtere Umweltbilanz, bei den dafür überwiegend eingesetzten Mittellastkraftwerken beträgt die Veränderung des Wirkungsgrads allerdings nur wenige Prozentpunkte.
Wir haben also festgestellt, dass wir einen Preis bezahlen müssen für den Teillastbetrieb. Streit entsteht offenbar darüber wie hoch dieser Preis ist. Die einen nennen diesen wesentlich, die anderen sehen “nur wenige Prozentpunkte”.
Die Kritiker sprechen übrigens in dem Zusammenhang von ca. 3% und das sind in der Tat “wenige Prozentpunkte”. Es bedeutet aber nichts anderes, als die Aussage, dass 8% der Energie durch erneuerbare Energien eingespeist wird und 3% der Energie durch dieselben – also wegen der schlechteren Wirkungsgrade – wieder zerstört wird. Rechnen wir: 8% werden eingespeist, 3% gehen verloren und übrig bleibt ein Nutzen von 5%.
Solch eine Aussage kann man auch anders formulieren: Ca. 38% der eingespeisten erneuerbaren Energie gehen im Versorgungsnetz wieder verloren oder auch von 10 Windkraftwerken arbeiten fast vier für die durch die Windenergieproblematik verursachten Verluste. Ob es wenige Prozente sind oder viele hängt eben nur davon ab, auf welche Größe man sich bezieht.
Nun gehen wir zurück in den Garten und bauen wir dort ein Windkraftwerk auf. Wir haben etwas Wind, der Propeller dreht sich, und wir bringen dieses System als dritten Generator ein.
Die Frage, die wir uns stellen müssen ist: Wann können wir einen der beiden primärenergieverbrauchenden Generatoren abschalten?
Es ist klar worauf die Frage abzielt? Wenn das Windkraftwerk einspeist und dieses eine Vorrangschaltung enthält, dann sparen wir Kraftstoff ein, so lange es Wind gibt. Gibt es keinen Wind, dann müssen die beiden Generatoren automatisch mit zusätzlicher Leistung und zusätzlichen Kraftstoffverbrauch einspringen.
Wir können also in jedem Fall Kraftstoff sparen. Aber können wir auch Generatorkapazität einsparen? Wir müssen im Tagesverlauf mit einem Verbrauch rechnen, der zwischen 200 Watt (wenige Lampen) und 1.600 Watt (alle Lampen und Herdplatte) schwankt. Wann und bei welcher Kapazität der Windanlage können wir einen der beiden Generatoren nicht nur abschalten sondern auch komplett demontieren?
Antwort: Wir werden auf diese Art und Weise nie einen der beiden Generatoren abschalten können. Wir müssen immer mit Windstille und in Kombination mit der Solarenergie mit Windstille in der Dunkelheit rechnen und für diesen Fall müssen die entsprechenden primärenergieverbrauchenden Kapazitäten im Vollumfang vorgehalten werden.
Nach den Überlegungen oben ist die Zahl der Solar- und Windkraftwerke in Deutschland gleichgültig. Es muss eine am Stromverbrauch angepasste Zahl von Primärenergieträgern basierenden Kraftwerken geben, ganz gleich wie hoch die Zahl der Windanlagen und die Zahl der Solarenergieanlagen ist.
Deswegen sind im Grunde alle Kraftwerke, die mit den sogenannten “nichterneuerbaren Energien” betrieben werden immer die Schattenkraftwerke der Systeme der erneuerbaren Energien.
Kurz gesagt: *Die Energie der Wind- und Solaranlagen kann nicht gespeichert werden und demzufolge müssen die anderen Anlagen immer “Gewehr bei Fuß stehen”.
Einzelne Auswege gibt bereits die Größe des Versorgungsnetzwerkes vor. Ein Windpark in der Nordsee kann Strom liefern, während ein ähnlicher Windpark in der Eifel in einer Flaute steckt. Eine europaweite Flaute gibt es nicht. Oder gibt es sie doch? Wenn es nach den aktuellen Wetterberichten in Deutschland auch nur hin und wieder Tage gibt mit deutschlandweiten oder gar europaweiten Flauten, dann brauchen wir für diese Tage Ersatzkapazitäten im Primärenergiebereich. Und wenn solche Anlagen nur wenige Tage im Jahr genutzt werden, dann ist der Strom aus denselben exorbitant teuer, denn ein Kostenfaktor ist die Abschreibung einer teuren Anlage und diese verteilt sich dann nur auf wenige Kilowatt.
Und angenommen in Deutschland/Europa gäbe es 5 Windparks bei denen es immer an einer Stelle Wind gäbe. Nun bedeutet immer Wind keineswegs immer optimalen Wind. Das ist noch einmal etwas anderes. Vermuten wir einmal Windparkgrößen von 5, 6, 7, 12 und 15 MW und stellen wir durch Messungen fest, dass praktisch immer 1 MW von einem der 5 Windparks zur Verfügung gestellt wird, dann wird eine Primärenergiekapazität von 600 Watt abbaubar.
Bei diesen Überlegungen wundert mich der Anstieg des Strompreises nicht wirklich. Ich wundere mich nur über die Tatsache, dass man sich darüber wundert.
Und noch eines: Beim Wind gibt es den Ausweg, bei der Solarenergie gibt es diesen definitiv nicht. Nachts ist es in ganz Europa dunkel. Dabei hilft auch die Tatsache nichts, dass man Nachts weniger Strom verbraucht. Wir sprechen an dieser Stelle über mögliche Kapazitätseinsparungen, nicht über die möglichen Einsparungen an Brennstoff.
Das hört sich seltsam an und doch ist genau das die Lösung. Dabei müssen diese Geräte keinesfalls physikalisch vom Netz getrennt werden. Vor Ort also beim Windkraftwerk und beim Solarenergiesystem sind möglicherweise keine Änderungen nötig. Nur muss diese Energie im Netz anders bewertet und verbraucht werden.
In unserem Gartenbeispiel müssten wir nun einen weiteren Verbraucher einführen und das wäre eine Spezialwaschmaschine. Diese hat zum Beispiel einen Verbrauch von 20 Watt für die Steuerung, 80 Watt für den Motor, der die Trommel in Bewegung setzt und eine Spezialheizung bestehend aus 10 Heizspiralen a 200 Watt, die einzeln ab oder zugeschaltet werden können und einen Kondenstrockner mit 500 Watt. Hier füllen Sie die Wäsche – Kochwäsche – ein, stellen ein, dass Sie diese gewaschen und natürlich getrocknet haben wollen.
Bei klassischen Waschmaschinen läuft das Programm nun einfach mechanisch ab, ohne dass irgend eine Wechselwirkung mit dem Versorgungsunternehmen stattfindet.
Aber nun haben wir eine weitere Steuerung integriert und zunächst einmal gehen wir von einer Windstille aus. Der Generator in Betrieb mit besagten 1.000 Watt Leistung treibt mit vielleicht 100 Watt nebenbei den 2.000 Watt Propeller an der eigentlich bei Wind die Energie erzeugen soll. Mit anderen Worten: Da kein Wind vorhanden ist, werden vom Generator 100 Watt abgezogen, die dafür sorgen, dass sich die Windanlage einfach nur dreht.
Die Steuerung erkennt nun eine freie Kapazität von 1.000 Watt – 20 Watt – 100 Watt = 880 Watt und kann demzufolge 4 Heizelemente a 400 Watt einschalten. Es wird also nur mit verminderter Kraft geheizt. Dann nach ca. 10 Minuten kommt die vom Wetterbericht angesagte frische Brise. Die Leistung steigt und so nach und nach werden die zusätzlichen Heizelemente zugeschaltet und irgendwann wird dann eine Windenergie von 1.020 Watt eingespeist, der Generator liefert weitere 1.000 Watt und der Heizkessel wird mit voller Kraft geheizt.
Steigt nun die zur Verfügung stehende Windenergie sogar auf 2.000 Watt an, dann kann sogar der Generator ohne nennenswerten Kraftstoffverbrauch mitlaufen.
Fällt der Wind aus, dann werden die entsprechende Zahl der Heizelemente abgeschaltet bzw. der Generator springt dann wieder ein usw.
Der niedrigere Bedarf an Primärenergiekapazitäten ist nur zu erreichen durch eine wetterabhängige Stromverbrauchszeit. Also nicht die EVUs entscheiden welche Kapazitäten an Primärenergie gebraucht werden, sondern die Verbraucher mit der Art und Weise wie Verbraucher eingeschaltet werden.
Wichtig: Der Einschaltzeitpunkt eines Verbrauchers muss abhängen von dem Zeitpunkt “Es kommt Wind” und nicht vom Zeitpunkt “Jetzt musst du das Wasser zum Kochen bringen”. Wir müssen also den Verbrauch zur Disposition stellen um den Kapazitätsbedarf zu verringern.
Ich halte solche Verfügbarkeitsverbrauchssysteme für durchaus realisierbar, allerdings nur dann, wenn den Beteiligten überhaupt bewusst wird, worum es geht. Das scheint bisher nicht der Fall zu sein. Das Problem ist also nicht das hier beschriebene Problem sondern die bewußte Verweigerung dieses als Problem überhaupt zur Kenntniss zu nehmen. Würde man es als Problem formulieren, also wäre diese Problemformulierung gesellschaftlich zulässig, so ließen sich weitere Anforderungen an Forschungs- und Entwicklungsaufträge ableiten.
Wir müssen zunehmend die Energie abgreifen wenn sie entsteht oder wirklich speichern. Wenn wir weiterhin die Energie einfach nach Bedarf abgreifen, dann werden wir das Problem nie lösen können.
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— Wolfgang Uhr · Samstag Mai 17, 2008
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— Gucky · Mai 18, 18:13 · #
Aber irgendwie muß man einen Anreiz schaffen, daß das überhaupt in die Gänge kommt mit den erneuerbaren Energien, sonst würde da garnichts passieren.
Für ein paar gutsituierte Ökofreaks wäre nicht so eine Industrie entstanden, die ja dann auch wieder Arbeitsplätze bietet.
Grundsätzlich bin oder wäre ich auch für erneuerbare Energien. Aber dem steht entgegen, daß die nicht immer verfügbar sind. Wie du schon sagst: nachts keine Solarenergie und ohne Wind oder bei ZUVIEL kein Windstrom.
Blieben noch Wasserkraftwerke, aber ob die den Strombedarf bei Ausfall der anderen Träger decken können, wage ich zu beweifeln.
Ökostrom ist sowieso eine Mogelpackung, weil keiner weiß, wo der Strom gerade herkommt den man verbraucht.
Dafür könnte ich nur garantieren, wenn ich ein Windrad im Garten habe… und dann im Dunkeln sitze, wenn der Wind nicht weht. Vielleicht mit technischen Mitteln kurzzeitig zu überbrücken, aber letztendlich müßte ich doch den “Diesel” anwerfen… :-)
— wolfgang · Mai 18, 18:23 · #
Der Anreiz, den der Staat schaffen kann durch Steuervergünstigungen, der macht sofort eine Produktweiterentwicklung unnötig. Man kann das Geschäft eröffnen und verkaufen. Warum soll man weiter entwickeln? Man verdient noch. Man macht alles ein wenig besser schöner und stromlinienförmig. Aber ganz ehrlich: Wann ist der Solarkollektor auf dem Dach ausreichend für meine Heizung und ich kann dann die komplette Schattenheizung abschalten? Das ist doch die Frage um die es geht. Weniger Heizöl ist keine Lösung. Die Lösung ist einzig und alleine kein Heizöl.
— Diane · Mai 23, 23:22 · #
Hi lieber Wolfgang,
meine Zeit ist zur Zeit sehr wenig, für Blogging – aber heute nehme ich mir etwas davon – ein interessantes theme :)
- Was Perfectes gibt es auch da nicht, sonst wären wir im Paradies und bräuchten all diesen Kokolores nicht ;-) Aber wie wäre es mit einem Wind-Damm :))
http://www.bdonline.co.uk/story.asp?storycode=3098374
Die Windräder haben auch ihre Schattenseiten, Infraschall ist eine davon, Lärmbelästigung, LichtundSchattenbelästigung, wer da wohnt und an die Autobahnen irritieren sie die Autofahrer! Sie haben enorm zugenommen und sind nicht gerade ein Lichtblick in der Landschaft. Denn sie stehen schon bald überall – es wird der Tag kommen, an dem sie wieder deinstalliert werden!
Jedenfalls gibt es da viel Idealvorstellungen und bei den Milliarden von Menschen kann man nichts o perfect arrangieren, dass es diesen Idealvorstellungen genügt.
Wir können uns immer wieder nur aufs Neue bemühen, das Beste zu tun … und dabei gibt es doch immer wieder die eine oder andere Situation in der das nicht functioniert. Auch das ist menschlich.
Bei dem “Abgreifen”, was Du schreibst … kommt es auch noch drauf an, wer sind die Nutzer … nicht alle wohnen in Einfamilienhäusern oder Eigentum. Viele wohnen sogar in Wohn-“Ghettos”, da können sie keine eigenen Entscheidungen treffen. Und müssen das hinnehmen, womit sie beheizt und beliefert werden. Auch den Zeitpunkt usw. – das ist dann noch eine Frage von Politik, aber nicht jeder kann in der Politik was machen … bis auf wählen ;)
So ein Winddam von Laurie Chetwood hat jedenfalls was :))) Auch künstlerisch :)
Liebe Gruesse
Diane
— Diane · Mai 23, 23:24 · #
Ja, mit dem Windrad in Garten oder mehrere auf Grundstück kannst du reich werden! :mrgreen: Ich kenne Leute, die bewusst sowas gemacht haben – für oder wegen Geld! :)))
— wolfgang · Mai 26, 17:58 · #
Hallo Diane
Das mit dem Reich werden ist gar nicht so sehr das Problem. Das können die Leute ruhig, wenn Sie es auf eine legale Art schaffen. Das Problem ist: Man sieht dieses Problem nicht und geht deshalb die Lösung nicht an.
Aber daran wird dieser Beitrag wohl auch nicht viel ändern.
— ricarda · Mai 28, 09:31 · #
Finde es gut wie Du das Problem beschreibst und Lösungen abietest;-) Mag sein das Du nichts daran ändern kannst, aber verschliesst nicht die Augen davor. Mehr von deiner Sorte und es würde der Menschheit, villeicht besser gehen…
— wolfgang · Mai 31, 07:35 · #
Naja ricarda wie es der Menschheit geht – ob besser oder schlechter – das hat nichts mit der Energieversorgung zu tun. Wenn der Friede nicht im Herzen drin ist, dann bringt ihn auch Wind- und Solarenergie da nicht rein.
— Diane · Jun 2, 11:16 · #
Lieber Wolfgang,
danke für Dein Comment in meinem Neuen Blog :-)
Ja, das mit Reich werden war nur am Rande, weil ich weiss von Leuten, die das nur DESWEGEN machen, sowas aufstellen, die denken überhaupt nicht an Umwelt dabei ;-) Und so lange es diese Möglichkeit gibt, legal, sollen sie… sie tun gesetzlich ja nichts Unrechtes.
Mich stören allerdings diese zahlreichen Windräder, auch an den Autobahnen. Das kann sehr irritierend sein und der Platzbedarf auch für diese Solarkraftwerke ist gigantisch. Man kann nicht gut wohnen in ihrer Nähe … die Landschaft wird zerstört! Von den Teilen, die dafür fabrikatorisch erzeugt werden müssen und deren Emissionen einmal abgesehen. Aber damit habe ich mich ganz ehrlich noch nicht näher auseinander gesetzt. Wie häufig die erneurt werden müssen, was da wo in die Umwelt geht … denn alles hat auch eine “andere” Seite … da heisst abwägen…
Ja, wenn ein einzelner Beitrag daran auch nicht direkt was ändern kann, aber ich finde genauso wie Ricarda, dass es immer gut ist, wenn jemand auf Missstände aufmerksam macht und wenn es nur ein Einziger ist … Und manches haben Andere noch gar nicht so erkannt – jedenfalls wäre das eine Möglichkeit und dann werden sie erst dadurch überhaupt erstmalig darauf hingewiesen …
Und das setzt sich, kann sich doch fortsetzen … und wer weiss, vielleicht gibt es doch irgendwann mal einen Anstoss, einen Stein ins Rollen zu bringen … und viele kleine Schritte führen manchmal zum Ziel – zwei sind stärker als einer oder können mehr bewirken und so kann man das weiter philosophieren :-)
Wie es der Menschheit geht, sehe ich aber genauso wie Du, Wolfgang! Denn das Streben des Menschen ist oft nicht gut, auch wenn er vordergründig gute Ziele und Absichten angibt! Und dann gibt es noch die Einen, die unter den Anderen leiden … Dritte Welt, diese Probleme … Und da geht es oft so, wie Du weiter oben schreibst, viele gucken doch eher auf ihre Steuerersparnis, also eigenen Vorteil.
Der Mensch hat sein Hirn bekommen zu Denken und da benutzt er es doch oft nicht in der rechten Weise. Aber das fällt dann irgendwann auf ihn zurück, das ist der circulus vitiosus.
Bei Dir muss man immer viel Zeit mitbringen zum Lesen, aber es lohnt sich! :-)
Liebe Gruesse
Diane
— Michael · Jun 10, 12:18 · #
Du schreibst ja, dass es das Ziel sein muss, Energie wirklich zu speichern. Energiespeicher in Form vom von Pumpspeicherkraftwerken gibt es ja in großem Maße. Allerdings finde ich es erstaunlich, dass in diesem Bereich in den letzen Jahren keine wirklichen technologischen Neuerungen entwickelt worden sind. Die Pumpspeicherkraftwerke gibt es ja schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts, auch wenn die Wirkungsgrade der heutigen Werke sicherlich deutlich höher liegen werden. Aber mehr als 80 Prozent Wirkungsgrad ist da auch heute wohl noch nicht drin. Hier müssten meiner Meinung nach viel mehr Forschungsgelder investiert werden, um noch effizientere Speichermethoden zu entwickeln.
— Marte Schwarz · Jun 22, 23:29 · #
Hallo Wolfgang,
spannende Seite, hab sie gleich in die Lesezeichen gesetzt ;-)
Ein Aspekt bei den ganzen regenerativen Energien fällt IMHO immer noch unter den Tisch. Wind und Solar haben eines gemeinsam: Man kann sie in kürzerster Zeit vom Netz abwerfen und hat damit einen sehr wertvollen Strom, fast vergleichbar zum Speicherkraftwerk, wenn man sie denn sinnvoll einsetzen würde.
Just my 2 ct
Marte
— Sarah · Jun 25, 16:14 · #
Ich fand den Text von dir sehr gut. Vor allem die Vorschläge für die Problemlösungen sind effizient.
— reinhard · Dez 19, 10:24 · #
Fehler in Abschnitt “Was sind eigentlich wenige Prozentpunkte?”
1. Leider ist die Rechnung nicht richtig. Wenn für 8% regenerative Energie Reservekapazität vorgehalten werden muß, dann kostet daß 3% von den 8%, also 0,24% der Gesamtenergie. Es bleibt ein Nutzen von 7,76%.
2. Da man die Verbrauchskurven und die Erzeugungsmöglichkeiten näherungsweise vorhersagen kann (es gibt einen Wetterbericht, und nachts scheint niemals die Sonne), muss nicht ständig die volle Reservekapazität bereitgehalten werden. Dadurch verringert sich der “Schatten”-Aufwand.
3. Zudem muß auch für einen möglichen Ausfall konventioneller Kraftwerke Reservekapazität vorgehalten werden, z.B. bei Störfällen in Atomkraftwerken. Die gesamte bestehende Kraftwerksreserve würde ausreichen, um die Abschaltung aller deutschen AKWs zu ersetzen. In den letzten Sommern kam dies schon teilweise zum Einsatz, weil die AKWs sonst die Flüsse zu sehr aufgeheizt hätten. Da war man froh um jede Solarstromanlage.
— wolfgang · Dez 19, 10:46 · #
Reinhard deine Anteilsrechnung stimmt nicht.
Zum einen sind die 8% keine Reservekapazität, sondern das sind Energieverluste, die auftreten weil eine entsprechende Reservekapazität bereit gestellt werden muss.
Und hier treten zwei Probleme auf. Zum einen brauche ich Reserven, wenn zum Beispiel jemand einen Aufzug einschaltet oder einen Boiler. Dann muss ein Kraftwerk in der Lage sein, nachzuregeln.
Nun treten aber eben bei regenerativen Energien noch weitere Schwankungen auf der Eingangsseite auf. Trotz guter Windvorhersage bleibt der Wind mal 3 Sekunden aus um ein Beispiel zu nennen.
Der Problemverursacher – also der GRUND dafür, dass diese 8% zusätzlicher Verluste auftreten – sind nach der Definition dieser Zahl nur die regenerativen Energiequellen.
— Michael · Feb 26, 20:52 · #
Hallo Wolfgang,
meiner Meinung nach, sind die Zahlen in Deinem Kommentar zu Reinhards Beitrag etwas durcheinander geraten. Im Deinem Artikel ganz oben war noch von 3 % Verlusten die Rede und nun sind es 8%. Die 8% waren aber wie Reinhard richtig schreibt, Reservekapazität bei ausbleibendem Wind. Die 3% Verluste treten auf, während der Wind gut bläst, aber dafür das Primärenergiekraftwerk im etwas schlechteren Teillastbereich läuft.
Weitere Anmerkung: Wenn man nur Sonne und Wind betrachtet, sind diese Überlegungen vollkommen richtig. Die Sache ändert sich aber schon, wenn wir die schnell verfügbaren(Gas)Speicherkapazitäten von Biogasanlagen und die Speicher der Wasserkraftwerke miteinbeziehen. In Zukunft könnten auch die Speicherbatterien von 5 Mio. Elektroautos angezapft werden. Dann schmelzen die Primärenergie-Reservekapazitäteten dahin.
Zusammen mit einer Stromverbrauchssteuerung ergibt sich für mich ein guter Ausblick in die Zukunft.