Nicht überall wo Eltako drauf steht ist auch Eltako drin ...

Das erste Stromstoßrelais und die Firma Eltako war geboren

Die heutige Firma Eltako hat sich den Namen gegeben nach einem Bauteil, das dort in der eigenen Geschichte gebaut und entwickelt wurde. Das Bauteil hat heute den Namen Eltako-Relais, Eltako-Schalter oder einfach Elatako. Gäbe es diese Firma und den geschützten Namen nicht, dann würde man das deutsche Wort “Stromstoßrelais” verwenden.

Zum Aufbau und der Funktion eines Eltako Stromstoßrelais.

Ein Stromstoßrelais hat grundsätzlich zwei Schaltzustände, die durch einen Impuls umgeschaltet werden. Manche Leute kennen das von besagtem Licht in größeren Hallen, bei dem man klar erkennbar nur einen Taster betätigen kann. Drückt man den Taster, geht das Licht an, wiederholt man den Tastendruck, geht das Licht aus. Bei einer solchen Eltako-Schaltung kann man an beliebigen Stellen weitere Taster hinzufügen und diese zu dem anderen parallel schalten. Ein gleichzeitiges Betätigen der Schalter ist unproblematisch und jederzeit kann von jedem beliebigen Schalter aus, der Zustand “Licht an” – “Licht aus” geändert werden.

Solche einfachen Schalttechniken sind kein Hexenwerk, zumindest in unserer Zeit sind sie es nicht. Aber es gab mal eine Zeit, in der es das Eltako-Relais noch nicht gab und es gab eine Zeit in der es unbeliebt war. Um das “unbeliebt” zu verstehen, muss man sich die Funktion vor Augen führen. Der grundsätzliche Systemaufbau besteht darin, dass ein Magnet durch einen Stromimpuls getrieben immer einen Magnetanker – einen Bolzen oder eine einfachen Stift – von einer Position in die andere bewegte. Da der Tastendruck von der Dauer her nicht bestimmbar ist, ist ein kleines Netzwerk von Bauteilen vorgeschaltet, dass den Impuls formt. Wie man das auch immer realisiert, das Ding entwickelt zunächst einmal ein Geräusch.

Der berühmt berüchtigte Eltako-Klack beim Umschalten war es, der das Relais unbeliebt machte.

Alternativen zum Eltako Stromstoßrelais

Daher hat man verschiedene Alternativen entwickelt. Die einen Alternativen waren Wechselschalter – wenn man von zwei Punkten aus schalten wollte – oder Kreuzschalter, wenn man von mehr als zwei Punkten aus schalten wollte. Diese Alternativen führten zu einem höheren Verbrauch an Kupfer, eben weil man in der Installation weitere funktionelle Stromadern zufügen musste.

Die andere Alternative waren irgendwelche Steuergeräte. Grob gesagt kann mich keiner daran hindern, eine kleine SPS zu kaufen und hier eine solche Funktion vorzusehen. In verschiedenen Versionen wird eine Siemens-Logo als eine der einfachsten Steuerungen vorgeschlagen. Natürlich ist eine echte SPS hier ein absoluter Overkill, doch selbst eine einfache mit bipolaren Transistoren aufgebaute Flip-Flop-Schaltung oder ein – wie Wikipedia sagt – “monostabiles Schaltrelais” zählt unter “irgendwelche Steuergeräte”.

Die Alternativen haben ein Problem gemeinsam. Sie sind teurer. Wenn man auf Wechsel- und Kreuzschalter ausweicht, braucht man mehr Kupfer in der Wand und hat etwas höhere einmalige Installationskosten, verwendet man ein Steuergerät ganz gleich welcher Art, dann hat man einen dauerhaften Stromverbrauch. Bei diesem Stromverbrauch kommt es dann letztlich wieder auf die Qualität des Netzteiles an. Bei heutigen Preisen kann ein Steckernetzteil durchaus mehr als 10 Euro Stromkosten im Jahr verursachen.

Wie kann ein Laie die Unterschiede erkennen

Also nehmen wir an, Sie wohnen in einem solchen Haus und haben nun eine solche Schaltung für Ihr Licht. Dann müssen Sie wissen, dass die Zustände und Informationen eines Eltako Stromstoßrelais einen Stromausfall “überleben”. Also:

  1. Sie schalten per Taster irgendwo das Licht aus.
  2. Sie schalten die Hauptsicherung aus für ca. 20 Sekunden
  3. Sie schalten die Hauptsicherung wieder ein.

Nun müsste das Licht in der Wohnung aus sein. Dann

  1. schalten Sie per Taster das Licht an.
  2. Sie schalten die Hauptsicherung aus für ca. 20 Sekunden
  3. Sie schalten die Hauptsicherung wieder ein.

Nun müsste das Licht in der Wohnung immer noch eingeschaltet sein.

Natürlich kann man Steuerungen auch so bauen, dass sie Stromausfälle überleben. Das ist aber zusätzlicher Aufwand, der nur betrieben wird, wenn entsprechende Forderungen formuliert werden.

Übrigens: Auch gute Treppenhauslichtschalter – Zeitschalter – überleben solche Ausfälle. Und das überleben zeigt, dass kein Strom in der Zwischenzeit nötig ist.

Und wenn Sie eine solche “Steuerung” finden, ein guter Stromstoßschalter von Eltako kostet 10 bis 30 Euro und der Fachmann, der es tauscht vielleicht € 80,-. Und rechnen Sie mal mit Einsparungen von € 10,- bis € 20,- im Jahr.

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— Wolfgang Uhr · Montag Februar 8, 2010

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Mein Name ist Wolfgang Uhr, ich bin Physiker und entwickle Software im Bereich der Erfassung von Messdaten und deren Verarbeitung. Dies ist meine persönliche Hobbyseite.


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